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Was ist Patient Blood Management?

"Patient Blood Management ist ein multidisziplinäres, patientenindividuelles Behandlungskonzept zur Verbesserung des Behandlungsergebnisses durch Reduktion und Vermeidung von Anämie (Blutarmut) sowie Blutverlust und Transfusion."

Gombotz H. und Hofmann A. Anaesthesist 2013; 62: 519–527

 

Ein medizinisches Konzept zur Steigerung der Patientensicherheit

Die Einführung der drei Säulen des Patient Blood Management führt zu einer verbesserten Behandlungsqualität.

Patient Blood Management Fakten

Systematisches Blutmanagement zur effizienten Nutzung der Ressourcen

Eine präoperative oder im Krankenhaus erworbene Anämie hat einen negativen Einfluss auf die Versorgungs- und Ergebnisqualität der Patienten bei geplanten operativen Eingriffen. Darum ist es entscheidend, alles zu unternehmen, um die Menge an roten Blutkörperchen im Vorfeld einer Operation zu optimieren und die Blutverluste im Krankenhaus zu minimieren, sodass die Patienten möglichst mit ihren eigenen körperlichen Reserven auskommen und keine Bluttransfusion benötigen.

Systematisches Blutmanagement zur effizienten Nutzung der Ressourcen

Empfehlungen

Empfehlungen

Ziele

Ziele

Implementierungs­prozess von PBM als Versorgungsstandard

Um die von der Europäischen Kommission empfohlene Integration von Patient Blood Management als Versorgungsstandard im deutschen Gesundheitswesen zu verankern, müssen die Versorgungsstrukturen und -prozesse den Erfordernissen angepasst werden. Das erfordert eine intensive Kommunikation in der Öffentlichkeit sowie eine Aus- und Weiterbildung in den Fachkreisen, verbessert aber die Gesundheit der Bevölkerung und spart langfristig Kosten.

Implementierungs­prozess von PBM als Versorgungsstandard

Blutarmut hat einen negativen Einfluss auf Qualität und Sicherheit

Blutarmut ist verbunden mit einer längeren Krankenhausverweildauer, chirurgischen Komplikationen, einer höheren Sterblichkeit und der Gabe von Bluttransfusionen.

* Retrospektive Single-Center-Kohortenstudie konsekutiver Patienten >18 Jahre, die sich zwischen März 2003 und Juni 2006 einer nicht-herzchirurgischen Operation unterzogen. (N= 7.759). Gezeigt werden die mittels Prospensiy-Score-Matching ermittelten Werte für Variablen, die potentielle Störfaktoren in der Beziehung zwischen Anämie und postoperativer Mortalität sind. (N=2.090).1
§ Systematischer Review und Meta-Analyse von Beobachtungsstudien zu Zusammenhängen zwischen präoperativer Anämie und postoperativen Outcomes (24 Studien N=949.445).2
† Retrospektive Kohortenstudie zu großen nicht-herzchirurgischen Eingriffen im Jahr 2008  (prospektiv validiertes Register von 211 Krankenhäusern weltweit, N=227.425). Die dargestellte OR enthielt eine umfassende Anpassung für eine Vielzahl klinisch relevanter Variablen.3

1. Beattie WS et al. Anesthesiology. 2009;110(3):574–581
2. Fowler AJ et al. Br J Surg. 2015;102(11):1314–1324
3. Musallam KM et al. Lancet. 2011;378:1396–1407

Das perioperative Risiko

Drei unabhängige Faktoren erhöhen das Risiko für ein schlechtes Operationsergebnis. Dieses Risiko kann aber durch ein konsequentes Blutmanagement erheblich reduziert werden.

Mod. nach Farmer et al. 2015. : 1. Farmer SL et al. Best Pract Res Clin Anaesthesiol 2013; 27: 43–58

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